Ashwagandha: Wirkung, Dosierung und Anwendungsgebiete

Ashwagandha ist auch unter den Namen Schlafbeere, Winterkirsche oder Indischer Ginseng bekannt. 

Die krautige bis buschige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse zählt aufgrund seiner stressreduzierenden und ausgleichenden Eigenschaften zu den sogenannten Adaptogenen, genauso wie beispielsweise auch der Rosenwurz oder der Amerikanische Ginseng.

Ashwagandha wird seit Jahrtausenden erfolgreich in der Ayurvedischen Kräuterheilkunde eingesetzt. Die außergewöhnliche große Anzahl an positiven Wirkungen auf die Gesundheit werden in den letzten Jahren nach und nach durch wissenschaftliche Studien belegt.

Die Wirkstoffe von Ashwagandha sind in den Wurzeln der Pflanze am höchsten konzentriert.

Ashwagandha reduziert Stress, fördert guten Schlaf, wirkt entzündungshemmend und antioxidativ. Es wirkt ausgleichend auf die Hormonproduktion, verbessert Kraft sowie Ausdauer und unterstützt den Aufbau von Muskelmasse.

Dadurch ergibt sich ein enorm großes Therapiepotential für eine große Liste an Erkrankungen und gesundheitlichen Problemen, die größtenteils auch durch wissenschaftliche Studien untermauert werden:

  • Stress 
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Depressionen
  • Angststörungen und Panikattacken
  • Nebennierenschwäche
  • Krebs
  • Haarausfall und graue Haare
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Blutfette: Cholesterin, Triglyzeride

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Pflanze Ashwagandha, die richtige Einnahme und Dosierung sowie Details zu Wirkung und Anwendungsgebieten. Es lohnt sich also für Sie weiterzulesen.

Die Ayurveda-Pflanze Ashwagandha


Ashwagandha ist Sanskrit und bedeutet übersetzt "Geruch des Pferdes". Das hängt nicht nur mit dem Geruch der Pflanze zusammen, sondern ist bereits ein Hinweis auf seine stärkende Wirkung, denn das Pferd ist ein Symbol für Kraft und Vitalität (3).

Der botanische Name von Ashwagandha lautet Withania Somnifera, setzt sich also aus den Worten Withan und somnifera mit den folgenden Bedeutungen zusammen:

  • Withania bedeutet Wissenschafter
  • Somnifera bedeutet schlaffördernd

Als ob das nicht schon genügend Namen für ein und die gleiche Pflanze wären, ist Ashwagandha in Deutschland auch unter den folgenden Bezeichnungen bekannt.

  • Winterkirsche
  • Schlafbeere
  • Indischer Ginseng

Ashwagandha gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Es handelt sich um eine je nach Größe krautige bis buschige Pflanze, die zwischen 30 und 150 cm groß werden kann. Die Blätter sind an der Unterseite behaart und erreichen eine Größe bis 12 cm und eine Breite von 7 cm. Wie der Name Schlafbeere bereits andeutet, trägt die Pflanze Beeren als Früchte. Diese kugelförmigen Beeren sind scharlachrot und haben eine Größe von 5 bis 8 mm. Die Pflanze wächst in ganz Afrika, in Südeuropa, aber auch in Vorderasien und in Südasien.

Bei den Inhaltsstoffen, die vor allem in der Wurzel der Pflanze konzentriert sind, unterscheidet man zwischen sogenannten Alkaloiden und Whitanoliden. Der Wissenschaft ist es jedoch noch nicht gelungen, einen einzelnen Hauptwirkstoff ausfindig zu machen. Wahrscheinlich ist das auch gar nicht möglich, sondern es ist vielmehr die Zusammensetzung der unterschiedlichen Wirkstoffe, die sich in ihrem Zusammenspiel gegenseitig (synergistisch) ergänzen und so zu den vielfältigen Gesundheitswirkungen der Pflanze beitragen.

Man kann aber sagen, dass die gesundheitlichen Wirkungen vor allem auf die Whitanolide der Pflanze zurückgehen und weniger auf die Alkaloide. Deswegen sollten Sie bei den Ashwagandha-Produkten besonders auf die Konzentration dieser Whitanolide achten, die je nach Produkt zwischen 2,5% und 10% liegen können. Je höher, desto wirksamer, und desto weniger benötigen Sie davon, um die gewünschte Wirkung zu erhalten.

Ashwagandha im Ayurveda


Ashwagandha spielt eine zentrale Rolle in der ayurvedischen Kräuterkunde (Dravyaguna)(1).  

Seine Wirkung ist ausgleichend und harmonisierend.

Im Ayurveda, diesem mehr als 5.000 Jahre alten Gesundheitssystem, sind einige der wirkungsvollsten Heilpflanzen überhaupt zu finden. Erst in den letzen Jahren wurden die außergewöhnlich positiven Wirkungen dieser Pflanzen auf unsere Gesundheit auch in wissenschaftlichen Studien untersucht. Auch wenn viele Wirkungen mittlerweile durch Studien belegt sind, hat man den Wirkmechanismus der meisten Pflanzen noch nicht entschlüsselt.

Sprich: man weiß, dass sie wirken, weiß aber noch nicht genau, wie und warum.

Im Ayurveda findet Ashwagandha v.a. (aber nicht ausschließlich) Anwendung als Nerventonikum bei Schlafstörungen und Stress, bei Verdauungsbeschwerden sowie als Aphrodisiakum bei Mann und Frau. Außerdem wirkt es regenerierend auf das Gewebe - insbesondere das Muskelgewebe, z.B. nach starken körperlichen Belastungen.

Im Ayurveda werden drei unterschiedliche Lebensenergien unterschieden, die sogenannten Doshas (2):

  • Das Vata ("sich bewegen") regelt die Bewegungsabläufe sowohl in Körper als auch in Geist. Es ist das wichtigste der drei Doshas. Denn ein Ungleichgewicht in diesem Dosha führt nach der Ayurvedischen Lehre zwangsläufig zu einem Ungleichgewicht der beiden anderen Doshas Pitta und Kapha.
  • Das Pitta ("erhitzen"), bestehend aus den Elementen Feuer und Wasser, ist für die Regelung des Stoffwechsels verantwortlich.
  • Das Kapha ("träge"), bestehend aus Erde und Wasser, ist wichtig für die Beständigkeit und Stabilität des Körpers.

In der Ayurvedischen Sprachweise würde man auch sagen, das Vata ist kalt, Pitta ist heiß und Kapha ist kühl. Im Sinne dieser Aryurvedischen Doshas wirkt Ashwagandha beruhigend sowohl auf Vata als auch auf Kapha. 

Ashwagandha kommt in der Ayurvedischen Medizin in unterschiedlichen Formen zum Einsatz:

  • Pasten, hergestellt aus Wurzeln und Blättern der Pflanze, werden äußerlich aufgetragen
  • Ölmassagen mit Ashwagandha-Öl
  • Orale Einnahme von Ashwagandha-Extrakten oder Ashwagandha-Tinkturen

Einnahme, Dosierung und Wirkungseintritt


Ashwagandha kann in unterschiedlichen Formen eingenommen werden:

  • Kapseln bzw. Tabletten: zweimal täglich eine Kapsel mit je 400-500mg.
  • Pulver
  • Tinktur: Der Extrakt von Ashwagandha ist hier in einer alkoholhaltigen Lösung enthalten. Je nach Konzentration und der zu erzielenden Gesamtdosierung sind ca. 3-mal täglich 20-60 Tropfen einzunehmen.
  • Tee (Dekokt): Kochen Sie einen halben Teelöffel des Ashwagandha Pulvers in 250ml Wasser ab. Kochen Sie das Wasser mit dem Pulver 10 Minuten auf und lassen es eine halbe Stunde ziehen. Einnahme dreimal täglich eine halbe kleine Tasse (ca. 125ml).

Ich persönlich greife immer zu Bio-Produkten, die nur unwesentlich teurer sind.

Dosierung von Ashwagandha


Tipp:

  1. Beginnen Sie mit einer Tagesdosis zwischen 300 und 500mg.
  2. Falls keine Nebenwirkungen auftreten, können Sie dann alle 3 Tage um 500 mg steigern,
  3. bis Sie schließlich eine maximale Tagesdosis von insgesamt 1.500 mg erreicht haben.
  4. Falls Nebenwirkungen auftreten, sollten Sie zunächst für einige Tage die Einnahme komplett absetzen. Nach dem Abklingen der Nebenwirkungen können Sie wieder langsam auf die letzte Dosis steigern, bei der Sie noch keine Nebenwirkungen spürten.

Eine hochdosierte Einnahme von mehr als 1.500 mg täglich ist im Allgemeinen nicht zu empfehlen, auch wenn es hierzu einzelne positive Erfahrungsberichte gibt. Es bleibt natürlich Ihnen überlassen, dies auf eigene Gefahr auszuprobieren.

Einnahmezeit von Ashwagandha


Prinzipiell kann Ashwagandha jederzeit eingenommen werden. Da Ashwaganda den Magen nicht belastet, sollte es am besten 60 Minuten vor einer Mahlzeit oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

Ob Sie Aswagandha morgens oder abends einnehmen, hängt auch von dem Anwendungszeck ab.

  • Falls Sie Ihren Schlaf verbessern möchte, ist eine Einnahme abends vor dem Zubettgehen der richtige Zeitpunkt.
  • Falls Sie beim Sport ihre Ausdauer und Muskelkraft fördern möchten, sollten Sie Aswagandha ca. eine Stunde vor der sportlichen Betätigung einnehmen.

Sie sollten dem genauen Einnahmezeitpunkt aber auch nicht all zuviel Bedeutung beimessen. Denn wegen der langfristigen Wirkung von Ashwagandha ist es viel wichtiger, das Mittel regelmäßig einzunehmen.

Wirkungseintritt von Ashwagandha


Sie fragen sich vielleicht, wie lange es dauert, bis die Wirkung von Ashwagandha eintritt, nachdem Sie es eingenommen haben. Nun, pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, es hängt vielmehr vom Zweck ab, der durch die Einnahme erzielt werden soll. Lassen Sie mich das an einigen Beispielen erläutern.

  • Der positive Effekt auf verbesserte Kraft und Ausdauer setzt relativ schnell und kurzfristig ein. Deswegen sollten Sie Ashwagandha beispielsweise unmittelbar (ca. halbe Stunde) vor dem Sport einnehmen, um währenddessen davon zu profitieren.
  • Auch die positive Wirkung auf den Schlaf setzt relativ kurzfristig ein, so dass eine unmittelbare Einnahme von Ashwagandha vor dem Schlafengehen Sinn macht, um den Schlaf zu fördern und das Einschlafen zu erleichtern.
  • Andererseits hat aber auch die indirekte langfristig stressreduzierende Wirkung von Ashwagandha einen langfristigen Einfluss auf den Schlaf, denn mit weniger Stress schläft es sich auch besser. Sie sehen, man muss die Sache immer differenziert betrachten.
  • Ein Beispiel für eine eher langfristige Wirkung ist die Ausbalancierung der Hormonproduktion. Selbstverständlich ist eine Schilddrüsenunterfunktion nicht innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen behoben. Hier müssen Sie eher mit Wochen bis Monaten rechnen, bis Ashwagandha im Körper seine Wirkung entfalten kann.
  • Auch wenn es um die Steigerung des Muskelaufbaus geht, ist die Wirkung selbstverständlicherweise eher langfristig. Die positive Wirkung bezüglich Muskelaufbau (die ja ebenfalls hormonell gesteuert wird; Wachstumshormone) wird aber indirekt auch durch die kurzfristige Steigerung von Kraft und Ausdauer unterstützt.
Ashwagandha: Einnahme morgens oder abends?
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Wirkung von Ashwagandha


Die Palette der positiven Wirkungen von Ashwagandha auf Ihre Gesundheit ist groß. Nicht umsonst ist Ashwagandha eines der Heilkräuter, welches in der ayurvedischen Kräuterheilkunde mit am häufigsten zum Einsatz kommt. 

Aufgrund der zahlreichen Wirkungen auf die Gesundheit kann es entsprechend auch bei einer großen Anzahl an gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen heilend eingesetzt werden.

Betrachten wir aber zunächst einmal, welche allgemeinen Vorteile Ashwagandha für unsere Gesundheit bietet. Anschließend kommen wir dann auf den Einsatz bei konkreten Gesundheitsproblemen zu sprechen.

Ashwagandha wirkt adaptogen (ausgleichend)


Ashwagandha zählt aufgrund seiner gleichermaßen stärkenden und ausgleichenden, harmonisierenden Wirkung zu den sogenannten Adaptogenen.

Doch was sind Adaptogene eigentlich?

Die erste formale Definition des Begriffs stammt von den russischen Medizinern und Forscher Israel I. Brekhman und Dr. I. V. Dadymov aus dem Jahre 1968. Demnach müssen Adaptogene die folgende Kriterien erfüllen:

  1. Ein Adaptogen ist nicht giftig für den Menschen.
  2. Ein Adaptogen führt im Körper des Menschen zu einer allgemeinen Anpassungsreaktion, welche zu einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegen vielfältige Stressoren führt.
  3. Ein Adaptogen hat eine ausgleichende Wirkung auf die Physiologie des menschlichen Körpers.

Das erste Kriterium sagt schlicht und einfach aus, dass ein Adaptogen möglichst nebenwirkungsfrei und natürlich (auch bei langfristigem Gebrauch) nicht schädlich für den Körper sein darf. Denn was nützt einem eine Pflanze, die einerseits gegen manche Beschwerden sehr gut wirkt und gleichzeitig aber neue Probleme verursacht.

Das zweite Kritierium ist ein Grund, warum Adaptogene in den heutigen stressigen Zeiten wieder vermehrt zum Einsatz kommen. Sie helfen uns dabei, anstrengende oder gar über überfordernde Zeiten gut zu überstehen, ohne dass dabei unser Körper schaden nimmt. 

Wir müssen diese Wirkung jedoch ganz klar von den sogenannten Stimulantien wie beispielsweise Koffein abgrenzen. Denn Koffein stimuliert uns und mobilisiert quasi unsere letzten Energiereserven. Langfristig ist das aber eher schädlich, wenn man immer auf Reservere läuft.

Adaptogene dagegen vermindern die Auswirkungen des Stresses auf unseren Körper, z.B. indem das Stresshormon Cortisol gesenkt wird.

Das dritte Kriterium möchte ich gerne anhand einiger Beispiele erklären. Adaptogene haben die außergewöhnliche Eigenschaft, Abweichungen in der Funktionsweise unseres Körpers sowohl in die eine, also auch in die andere Richtung zu korrigieren

  • Ginseng - ein anderer bekannter Vertreter der Adaptogene - hilft beispielsweise sowohl bei niedrigem als auch bei zu hohem Blutdruck. Ein zu niedriger Blutdruck erhöht sich durch die Einnahme von Ashwagandha, ein zu hoher Blutdruck wird gesenkt.
  •  Ashwagandha erhöht zum einen die körperliche Leistungsfähigkeit, fördert andererseits aber auch den Schlaf.

Es ist also nicht einfach so, dass Ginseng den Blutdruck senkt, so dass man aufpassen müsste, dass bei zu hoher Dosis der Blutdruck zu niedrig wird. Genauso wenig muss man bei niedrigem Blutdruck keine Angst haben, dass der Blutdruck durch eine zu hohe Dosierung zu hoch wird.

Ashwagandha stärkt den Körper, ohne hibbelig zu machen. Und es verbessert den Schlaf, ohne tagsüber müde zu machen.

Ich hoffe, Sie haben nun gut verstanden, was ich mit der ausgleichenden harmonisierenden Wirkung meine. Der Grund für diese außergewöhnlichen Eigenschaften liegt übrigens darin, dass in den Adaptogene immer mehrere Wirkstoffe enthalten sind, wobei je nach gesundheitlicher Problematik der eine oder der andere Wirkstoff eher zur Geltung kommt. Es gibt wirklich nur sehr wenige Pflanzen mit diesen Eigenschaften - und bei den pharmakologischen Medikamenten, die ja immer nur einen oder nur sehr wenige Wirkstoffe enthalten, sucht man diese adaptogene Eigenschaft vergeblich.

Ashwagandha reguliert Hormone


Eine hormonregulierende Wirkung haben wir bereits kennengelernt, nämlich die Hemmung einer übermäßig hohen Ausschüttung des Stresshormons Cortisol.

Weitere Hormone, die durch Ashwagandha positiv beeinflusst werden, sind die Hormone der Bauchspeicheldrüse (Insulin), der männlichen (Testosteron) und weiblichen (Progesteron) Geschlechtsdrüsen sowie der Schilddrüse (Tyroxin).

Das führt zu folgenden positiven Wirkungen:

  1. Ashwagandha stabilisert den Blutzuckerspiegel. Das kommt insbesondere Menschen zugute, die bereits unter Insulinresistenz oder sogar Diabetes Typ 2 leiden.
  2. Ashwagandha wirkt stimulierend bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Das wirklich Interessante ist aber, dass sie gleichzeitig bei Schilddrüsenüberfunktion hemmend wirkt. Diese ausgleichende Wirkung ist typisch für die sogenannten Adaptogene, zu denen ja auch der Ginseng gehört. Eine vergleichbare Wirkung ist beim Ginseng zu beobachten, der sowohl bei zu niedrigem Blutdruck als auch bei zu hohem Blutdruck eingesetzt werden kann, um den Blutdruck zu normalisieren.
  3. Ashwagandha stimuliert die Libido und Potenz beim Mann.
  4. Ashwagandha lindert Wechseljahres-Beschwerden bei der Frau.
  5. Ashwagandha wirkt neuroprotektiv und steigert die Konzentration. Neuroprotektiv bedeutet, es schützt unser Gehirn vor neurologischen Erkrankungen wie beispielsweise Epilepsie, Alzheimer, Parkinson oder Chorea Huntington. Diese gehirnschützende Wirkung geht nach neusten Studien (9, 10, 11, 12, 13) darauf zurück, dass Ashwagandha den Hirnzellen hilft, sich vor oxidativem Stress zu schützen. Denn unsere Hirnzellen sind gegenüber freien radikalen besonders empfindlich.
  6. Traditionell wird Ashwagandha auch zur Steigerung der Gedächtnisleistung eingesetzt. Es ist also gut möglich, dass Ashwagandha auch beim Lernen eine Hilfe ist. Doch gibt es hierzu noch keine wissenschaftlichen Studien, die dies bestätigen oder widerlegen konnten. In einer kontrollierten Studie (14) konnte aber immerhin die konzentrationsfördernde Wirkung von Ashwagandha nachgewiesen werden.

Ashwagandha wirkt antioxidativ


Oxidativer Stress, der durch eine erhöhte Anzahl an freien Radikalen gekennzeichtet ist, hat das Potential, unsere Zellen zu schädigen oder zu zerstören. Er wurde in letzter Zeit für viele gesundheitlichen Beschwerden wie Krebs und vorzeitige Alterung verantwortlich gemacht - jedoch zu Unrecht!

Denn ein gewisses Maß an oxidativem Stress - wie er beispielsweise auch beim Sport vorkommt - ist nicht nur normal, sondern kann sogar gesundheitliche Vorteile haben. Wie immer kommt es ihr auch hier auf die Dosis an und wie sich der Körper gegen die freien Radikale, die beim oxidativen Stress auftreten, wehren kann.

Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, wie sich der Körper gegen freie Radikale schützt:

  • mit echten Antioxidantien, zu denen beispielsweise Vitamin A, C und E, aber auch beispielsweise Glutathion gehören. Diese Stoffe fangen die freien Radikale direkt ab.
  • durch sein eigenes antioxidatives System, mit dem sich die Zelle selbst gegen freie Radikale wehren kann, damit diese keinen Schaden erleidet.

Was jedochviele nicht wissen und nicht bedenken:

Die übermäßige Einnahme von echten Antioxidantien (1) kann das körpereigene antioxidative System (2) eher schwächen und dem Körper somit langfristig schaden. 

Echte Antioxidantien im Übermaß können also schädlich sein - hätten Sie das gedacht?.

Es gibt aber noch andere "unechte" Antioxidantien, zu denen beispielsweise viele Heilpflanzen und Kräuter wie grüner Tee und eben auch Ashwagandha gehören.

Diese Pflanzen enthalten Wirkstoffe, welche nicht direkt die freien Radikale abfangen, sondern den Zellen helfen, selbst mit den freien Radikalen fertig zu werden. Bei solchen Pflanzen, zu denen auch Ashwagandha gehört, ist eine langfristige Einnahme nicht nur unschädlich, sondern auch sinnvoll.

Ashwagandha wirkt entzündungshemmend


Entzündungen, vor allem auch sogenannte unterschwelligen Entzündungen (silent inflammation), sind ein großes Risiko für unsere Gesundheit. Vor allem unsere Gefäße leiden darunter und neigen aufgrund erhöhter Entzündungswerte zur Arteriosklerose (Arterienverkalkung) mit den schwerwiegenden Folgen von Herzinfarkten und Schlaganfall.

Ashwagandha hilft unserem Körper, Entzündungen in Schach zu halten. 

In einigen Studien (5, 6) konnte sogar bereits der Wirkmechanismus nachgewiesen werden: Ashwagandha steigert die Aktivität unserer natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Die natürlichen Killerzellen sind eine Unterart der sogenannten Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen zählen. Sie spielen eine bedeutende Rolle in unserem Immunsystem, vor allem in der Regelung von Entzündungsgeschehen.

Einsatzgebiete (Indikationen) von Ashwagandha


Ashwagandha bei Stress


Die stressreduzierende Wirkung von Ashwagandha ist sicherlich eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste aller gesundheitlichen Wirkungen. Schließlich ist Stress Verursacher von vielen anderen gesundheitlichen Störungen und Erkrankungen. So ist Stress ist der Anfang einer langen Kette von gesundheitlichen Problemen.

  1. Stress führt zu schlechtem Schlaf.
  2. Dies führt nicht nur zu weniger Energie, was schließlich zu noch mehr Stress führt, sondern ist nachweislich auch eine Mitursache von Übergewicht und psychischen Erkrankungen.
  3. Übergewicht wiederum steigert das Risiko für Entzündungen in unserem Körper und führt schließlich zum metabolischen Syndrom mit Bluthochdruck, Arteriosklerose und Diabetes - neben Krebs die Todesursache Nr. 1 (Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

Behandeln und reduzieren Sie den Stress in Ihrem Körper, dann schaffen Sie gleichzeitig auch eine gute Grundlage für eine lang anhaltende Gesundheit.

Die stressreduzierende Wirkung ist übrigens auf die Verminderung der Cortisol-Ausschüttung zurückzuführen. Cortisol ist ein Hormon, welches einerseits durch unseren Tagesrhythmus gesteuert wird (z.B. hohe Ausschüttung am frühen Morgen, damit wir gut aus dem Bett kommen), andererseits aber auch vermehrt in Stresssituationen ausgeschüttet wird.

Bei vermehrter Ausschüttung bereitet es unseren Körper auf Flucht und Kampf vor. Was vor Jahrtausenden bei unseren Urmenschen noch sinnvoll, ja überlebensnotwendig war, ist uns in der heutigen stressigen modernen Welt jedoch von Nachteil. Denn meist bleibt nach der Ausschüttung in Stresssituationen die körperliche Betätigung aus, so dass die Stresshormone nicht oder nur unzureichend abgebaubt werden.

Bei Dauerstress kommt es durch die permanente Erhöhung des Cortisolspiegels schließlich zu gesundheitlichen Beschwerden aller Art, wie Burnout, Müdigkeit, Depressionen, aber auch Herz-Kreislauferkrankungen und Übergewicht.

Natürlich ist es wichtig zu lernen, dass man sich selbst keinen eigenen Stress macht oder sich von anderen Menschen oder Situationen leicht stressen lässt. Doch dies ist nicht immer ganz einfach oder möglich.

Ashwagandha kann hier Ihnen und Ihrem Körper dabei helfen, dass es nicht zu übermäßig hoher Ausschüttung des Stresshormon Cortisols kommt und schützt Sie so automatisch von allen Folgekrankheiten, die durch Stress verursacht werden können.

Ashwagandha bei Schlaf-Störungen


Es hat einen guten Grund, warum Ashwagandha (neben Winterkirsche und Indischer Ginseng) auch als Schlafbeere bezeichnet wird. Denn es hilft ausgezeichnet gegen Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, Problemen beim Einschlafen und Durchschlafen.

Denn Ashwagandha nimmt nicht nur durch die stressreduzierende Wirkung indirekt positiven Einfluss auf den Schlaf, sondern auch dadurch, dass es ganz ähnlich wirkt wie GABA.

GABA (y-Amino-Buttersäure) ist eine Aminosäure, sie ist einer der wichtigsten Neurotransmitter des zentralen Nervensystems und hat eine beruhigende sowie schlaffördernde Wirkung, der durch die hemmende Wirkung auf die Tätigkeit unserer Synapsen in unserem Gehirn zustande kommt.

Um es aber nochmals klarzustellen: Ashwagandha enthält kein GABA und es fördert auch nicht die Produktion von GABA. Man hat aber herausgefunden, dass Ashwagandha eine GABA-ähnliche Wirkung hat. Übrigens ist auch die Wirkung des bekanntesten Beruhigungsmittels Valium darauf zurückzuführen, dass es in ähnlicher Weise wie Ashwagandha, nur eben viel stärker, indem es die GABA-Rezeptoren beeinflusst.

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Ashwagandha gegen Angst und Panik


Angststörungen inclusive Panikattacken nehmen seit Jahren zu. Laut einer Statistik (20) leiden 25% aller Deutschen in Ihrem Leben mindestens einmal unter Angstzuständen - also jeder Vierte.

Ebenso wie andere häufige psychische Erkrankungen wie Depression oder Burnout sind Angsterkrankungen sehr häufig stressbedingt. Dabei muss der Stress nicht immer von außen kommen (z.B. Stress im Beruf, in der Beziehung, finanzielle Probleme). Mindestens genauso wichtig ist es, wie man auf die vermeintlichen äußeren Stressoren reagiert oder inwiefern man sich selbst noch zusätzlichen Druck macht. 

Sehr oft spielen auch traumatische Erfahrungen aus der Kindheit eine Rolle, die man natürlich mit einem Therapeuten aufarbeiten sollte. Ashwagandha kann diese schwerwiegenderen Probleme sicherlich nicht wegzaubern - es kann aber trotzdem sehr gut unterstützend wirken. Und meistens ist es auch so, dass man zu mehreren Optionen gleichzeitig greifen muss, je schwerwiegender die Angststörung ist.

Ashwagandha ist aufgrund seiner stressmindernden und beruhigenden Wirkung sehr gut bei Angststörungen und Panikattacken geeignet. Denn es hilft dabei, das Ungleichgewicht an Hormonen und Neurotransmittern, welche oft mit Angstzuständen einhergehen, auszugleichen. Insbesondere profitieren auch Menschen mit Agoraphobie durch die Einnahme von Ashwagandha (19).

Eine 60-tägige placebokontrollierte Studie aus 2012 hatte die Wirkung von Ashwagandha bezüglich Angstzuständen anhand von 64 freiwilligen Patienten untersucht.

Dabei stellten die Forscher fest, dass bereits eine tägliche Einnahme von 300 mg Ashwagandha-Extrakt zu einer signifikanten Verbesserung der Angstzustände führte.

Dies wurde sowohl durch das subjektive Empfinden der Patienten als auch durch Messung der Cortisol-Spiegel bestätigt.

Ashwagandha bei Depressionen


Die Anzahl der Menschen, die unter Depressionen leiden, steigt seit Jahren weltweit an. Laut einer Studie, die von der WHO – der Weltgesundheitsorganisation – im Jahre 2015 durchgeführt wurde, waren im Jahre 2015 4,4% der Weltbevölkerung davon betroffen – das sind insgesamt 322 Millionen Menschen weltweit und bedeutet einen Anstieg um ca. 18 Prozent innerhalb von zehn Jahren (21).

Der Zusammenhang von Stress und Depressionen ist seit langem bekannt, auch wenn der dahinterliegende Mechanismus noch nicht hundertprozentig entschlüsselt ist (23).

Bitte bedenken Sie auch, dass eine Depression selbst ein Stressverursacher ist. Denn Depressionen führen zu schlechtem Schlaf, man bewegt sich wenig und ernährt sich eher unregelmäßig und ungesund. Dieser Lebensstil trägt sicherlich nicht dazu bei, den Stress zu reduzieren, sondern verstärkt ihn noch eher.

Ist es da nicht naheliegend, dass man bei der Behandlung von Depressionen auch an diesem verursachenden Faktor ansetzt und mit allen Mitteln versucht, den Teufelskreis aus Stress und Depression zu durchbrechen?

Genau hier kommt Ashwagandha mit seinen adaptogenen Eigenschaften ins Spiel. Es reduziert das Stresshormon Cortisol und senkt dadurch den Stresslevel, dem unser Körper ausgesetzt ist.

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Ashwagandha bei Depressionen hilft. Denn neben der stressreduzierenden Wirkung sind es vor allem die folgenden Effekte von Ashwagandha, die eine positive Wirkung von Ashwagandha bei Depressionen erklären:

  • Ashwagandha hilft bei Schlafproblemen, die oft mit Depressionen einhergehen.
  • Ashwagandha wirkt gegen Schilddrüsenunterfunktion, welche eine mögliche (Mit-)Ursache von Depressionen sein kann.
  • Ashwagandha wirkt entzündungshemmend. Dies ist wichtig, denn Depressionen sind oft mit Entzündungen im Gehirn verbunden, wie man mittlerweile herausgefunden hat (24).

In einer experimentellen Studie aus dem Jahr 2000 (23) hat man die Wirkung von Ashwagandha an Ratten untersucht und dessen Wirkung mit einem Antidepressivum (Imipramin) verglichen.

Die Forscher fanden anhand verschiedener Tests, mit denen der Grad der Depression bei Ratten gemessen werden kann, heraus, dass Ashwagandha eine ähnlich starke Wirkung auf die Depression der Ratten hatte als das Antidepressivum Imipramin.

Ashwagandha bei Schilddrüsen-Unterfunktion und Hashimoto


Die Schilddrüse befindet sich direkt unter dem Kehlkopf und ist über ihre Schilddrüsenhormone T3 und T4 an der Steuerung zahlreicher Stoffwechselprozesse maßgeblich beteiligt. Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zu verschiedensten Symptomen führen:

  • Erschöpfung und Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit, Desinteresse und depressive Verstimmungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Muskelschwäche
  • Gewichtszunahme
  • Kälteempfindlichkeit
  • Appetitlosigkeit und Neigung zu Verstopfung
  • brüchiges Haar und Nägel, blasse Haut
  • hormonelle Störungen

Sehr häufig - vor allem bei Frauen - tritt die Schilddrüsenunterfunktion auch in Kombination mit der Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis auf.

Eine Schilddrüsenunterfunktion wird standardmäßig durch die ersatzweise Gabe des Schilddrüsenhormons T4 (L-Thyroxin) behandelt. Dies ist aus mehreren Gründen nicht optimal:

  1. Die eigentliche Ursache wird nicht behoben, nämlich dass die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert - 
  2. Es wird nur T4 und nicht T3 ergänzt - die Schilddrüse produziert aber T3 und T4.
  3. Die Dosierung einmal morgens ist unnatürlich. Denn die Schilddrüse produziert die Hormone T3 und T4 ja über den Tag verteilt und in Abhängigkeit vom genauen Bedarf, der über das TSH von der Hypophyse gesteuert wird.

Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass die Symptome der Schilddrüsenunterfunktion durch die Standardtherapie nicht komplett verschwinden bzw. gelegentlich sogar neue Probleme auftreten. Viel besser wäre es da, wenn man die Unterfunktion der Schilddrüse direkt beheben könnte, anstatt lediglich die Folgen davon (zu wenig T3 und T4) auszugleichen.

Hier kommt wiederum Ashwagandha ins Spiel. Ashwagandha ist ja bekannt für seine hormonausgleichende Wirkung wie beispielsweise beim Stresshormon Cortisol. Jetzt wurde in einer Studie auch die positive Wirkung auf die Schilddrüse nachgewiesen:

In einer Placebo kontrollierten Studie (33), die 2014 durchgeführt wurde, hat man die Schilddrüsen-Werte TSH, freies T3 und T4 bei 60 Patienten gemessen, die an einer bipolaren Störung litten. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass sich bei Patienten, die Ashwagandha bekamen, der T4-Spiegel erhöhte und der TSH-Wert normalisierte.

Die Forscher schlossen daraus, dass Menschen mit Hypothyreose (also Schilddrüsenunterfunktion) von einer Einnahme von Ashwagandha profitieren könnten. Nicht nur wegen der Erhöhung der T4-Spiegel, sondern auch wegen der nervenschützenden, antioxidativen und antidepressiven Wirkung von Ashwagandha.

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Ashwagandha bei Nebennierenschwäche


Bist Du schon längere Zeit müde und erschöpft, ohne dass sich dieser Zustand durch ausreichend Schlaf wesentlich verbessert?

Dann könnte eine Nebennierenschwäche die Ursache sein, auch wenn die herkömmlichen Bluttests bei deinem Hausarzt unauffällig sind. Denn eine Nebennierenerschöpfung ist nur durch einen Speichel- und Urintest, bei dem neben Cortisol auch Adrenalin und Noradrenalin gemessen wird, zuverlässig zu diagnostizieren.

Bei einer Nebennierenschwäche kommt es – meist aufgrund zuvor länger anhaltendem chronischen Stress – zu einer sogenannten Erschöpfung der Nebennieren, so dass diese nicht mehr genügend Stresshormone – v.a. Cortisol, aber auch andere Hormone, die in den Nebennieren gebildet werden – produzieren kann.

Dies kann sich in unterschiedlichen Symptomen äußern – am häufigsten kommt es zu Müdigkeit in Kombination mit schlechtem nicht erholsamem Schlaf, Erschöpfungszuständen (sowohl körperlich als auch geistig), Angstzuständen, Konzentrationsschwierigkeiten und einer allgemeinen Stressintoleranz.

Cortisol ist maßgeblich an der Steuerung unseres Tagesrhythmus beteiligt. Im normalen Verlauf steigt es früh morgens an und hilft uns dadurch, aus dem Bett zu kommen. Im Verlaufe des Tages nimmt der Cortisolspiegel ab und sinkt gegen Abend und in der Nacht auf ein geringes Level, so dass wir gut schlafen können. Cortisol wirkt also einem niedrigen Blutzuckerspiegel entgegen.

Eine zu geringe Ausschüttung von Cortisol kann also zu Tagesmüdigkeit und – wenn der Cortisolspiegel entgegen dem normalen Verlauf erst im Tagesverlauf ansteigt – zu Schlafstörungen führen. Außerdem sind Heißhungerattacken möglich, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark absinkt.

Ashwagandha ist bei einer Nebennierenschwäche sehr hilfreich, denn es hat eine ausgleichende Wirkung auf die Ausschüttung von Cortisol:

  1. Es wirkt einer erhöhten Ausschüttung von Cortisol in Stresssituation entgegen – setzt also genau an der eigentlich Ursache des Problems an. Bitte beachte: das bedeutet nicht, dass es die Ausschüttung von Cortisol generell unterdrückt, denn das wäre ja kontraproduktiv und wir würden uns dann noch schlechter fühlen.
  2. Es hilft unserem Körper dabei, den Cortisolspiegel anzuheben – aber nur wenn er zu niedrig ist.

Diese Eigenschaften wurden sowohl an Tierversuchen als auch bei einer Studie an Menschen nachgewiesen:

Die Ratten wurden in einer Placebo kontrollieren Studie einem Stresstest unterzogen, indem sie sehr lange schwimmen mussten (31). Beim Vergleich der Placebo-Gruppe mit der Gruppe von Ratten, die Ashwagandha bekammen, wurden folgende Unterschiede festgestellt. Die Ashwagandha-Gruppe:

  • Konnte länger schwimmen, zeigten also eine bessere Ausdauer
  • Hatten eine geringere Cortisol-Ausschüttung, zeigten also weniger Stress
  • Produzierten weniger Laktat (Milchsäure), was für eine verbesserte Muskelleistung spricht.
  • Hatten einen konstanteren (GSH-Spiegel) und eine geringere Lipidperoxidation, was beides für die antioxidative Wirkung von Ashwagandha spricht

In der Studie an Menschen konnten durch die Einnahme von Ashwagandha folgende positive Effekte belegt werden (32):

  • Angstzustände verbesserten sich, gemessen durch die Hamilton-Angst-Skala, 
  • Cortisolspiegel, Pulswerte sowie Blutdruck verbesserten sich, was auf eine Reduktion des Stressempfindens hindeutet
  • Der Entzündungswert (CRP) verbesserte sich, was die antientzündliche Wirkung von Ashwagandha belegt.

Ashwagandha wirkt somit einerseits stressreduzierend - d.h. einer erhöhten Ausschüttung von Cortisol wird vorgebeugt – und hilft andererseits dabei, sich nach dem Stress schneller zu wiederholen.

Das sind genau die Punkte, die es so wertvoll für die Behandlung der Nebennierenschwäche machen.

Nebennierenschwäche natürlich behandeln mit Ashwagandha
Fühlst Du dich auf ungewohnte Art und Weise erschöpft? Leidest du unter einer starken Müdigkeit, die selbst durch ausreichend Schlaf[...]

Ashwagandha bei Müdigkeit und Erschöpfung


Fühlen Sie sich müde und erschöpft?

Das kann viele Ursachen haben und es ist wichtig, dass von einem Arzt abklären zulassen, um einen Eisenmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion oder andere Erkrankungen auszuschließen.

In vielen Fälle liegt die Ursache aber meistens an unserem stressigen Alltag und ungesundem Lebensstil:

  1. Sie stehen beruflich unter Druck oder haben im privaten Umfeld (Familie, Freunde) viel Stress.
  2. Oft kommt es durch den Stress auch zu Schlafstörungen. Das kann Dir bewusst sein, nämlich wenn du schlecht einschläfst oder mitten in der Nacht bzw. zu früh aufwachst, ohne wieder einschlafen zu können - oder unbewusst. Denn oftmals ist aber auch der Tiefschlaf gestört, ohne dass man davon beim Schlafen direkt was merkt.
  3. Auch bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen kommt es sehr oft in der Folge zu Tagesmüdigkeit und Erschöpfungszuständen.
  4. In einigen ausgeprägten Fällen - besonders nach lange anhaltendem chronischen Stress - kann es auch zu einer sogenannten Nebennierenschwäche kommen. Die Nebennieren können dann nicht mehr genügend Cortisol und andere Stresshormone bilden, die aber für einen normalen Tagesrhythmus unbedingt benötigt werden. 

Das Gute an Ashwagandha ist, dass es nicht nur allgemein stärkend und vitalisierend wirkt, sondern auch gegen all die oben genannten Ursachen wirksam ist. Damit schlagen Sie quasi zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie behandeln die Ursachen, was alleine schon zur Besserung der Müdigkeit führen wird - und zusätzlich profitieren sie von der stärkenden Wirkung des Ashwagandha.

Ashwagandha zum Abnehmen bei Übergewicht


Leidest du unter Übergewicht und hast Probleme beim Abnehmen?

Das könnte am Stress liegen. An dem Spruch „Stress macht fett“ ist also durchaus etwas dran.

Denn chronischer Stress kann zu sogenanntem Stressessen bzw. Frustessen führen. Während akuter kurzfristiger Stress eher dazu führt, dass der Appetit abnimmt und man Körpergewicht verliert, führt chronischer Stress zum gegenteiligen Effekt.

Akuter Stress führt nämlich dazu, dass im Gehirn ein appetitunterdrückendes Hormon – das CRH (Corticotropin Releasing Hormon) – produziert wird. Außerdem wird in der Nebennierenrinde vermehrt Adrenalin produziert, das für die kurzfristige Einstellung der Verdauungsfunktion sorgt.

Anhaltender Stress führt andererseits zu einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Dieses Hormon führt zu erhöhtem Appetit, der so lange bestehen bleibt, wie der Cortisolspiegel erhöht ist.

Der Zusammenhang zwischen chronischem Stress und Übergewicht wird schon lange vermutet, ist in der Zwischenzeit aber auch durch mehrere Studien belegt worden ().

In einer Studie (35), die am University College London (UCL) durchgeführt wurde, untersuchten die Forscher einen Zusammenhang zwischen durchschnittlicher Höhe des Cortisolspiegels – gemessen in den Haaren – und dem Hüftumfang und Body Mass Index (BMI). Die Daten von mehr als 2.500 Männern und Frauen wurden über einen Zeitraum von vier Jahren aufgezeichnet.

Sarah Jackson, die Leiterin der Studie, und ihr Team kamen zu dem Ergebnis, dass höhere Cortisolspiegel tatsächlich mit höherem Bauchumfang und BMI korrelieren. Also je höher der Stress, desto höher das Gewicht. Bei Menschen, die aufgrund ihres BMI von über 30 als übergewichtig gelten, waren die Cortisolspiegel in besonderem Maße erhöht.

In einer weiteren britischen Studie (36) fanden die Forscher heraus, dass Menschen, die stressbedingt einen höheren Cortisolspiegel aufwiesen, bei Schwierigkeiten im Alltag eher zu Snacks und Süßigkeiten griffen als Menschen mit einem normalem Cortisolspiegel.

Des Weiteren weiß man von Tierversuchen, dass Stress die Auswahl bestimmter Nahrungsmittel beeinflusst. Bei Stress neigen die Tiere eher zu zuckerreichen und fettreichen Nahrungsmitteln. Diese Nahrungsmittel wirken im Gehirn gegen die negativen Gefühle von Stress und Angst und erklärt unter anderem, warum wir bei Stress gerne mal zur Schokolade greifen.

Wie kann Ashwagandha helfen?

Ashwagandha kann durch seine stressreduzierende Wirkung dabei helfen, den Cortisolspiegel zu senken. Weniger (chronischer) Stress führt aber – wie wir gesehen haben – zu einer Normalisierung des Appetits und unterstützt dabei direkt die Gewichtsabnahme.

Ein weiterer Effekt ist die blutzuckerstabilisierende Wirkung von Ashwagandha. Dadurch werden Heißhungerattacken, die durch einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel verursacht werden, erfolgreich verhindert.

Ashwagandha ist also nicht das Wundermittel, mit dem man genauso viel essen kann wie vorher und dabei noch abnimmt. Es hilft vielmehr dabei, den Appetit zu normalisieren und Heißhungerattacken zu verhindern und ist damit der ideale Wegbegleiter für jegliche Form der Gewichtsabnahme – unabhängig davon, ob sie sich jetzt für eine Low-Carb-Diat, Fasten oder eine schlichte Drosselung der Kalorienzufuhr entscheiden.

Abnehmen mit Ashwagandha: so wirkt die ayurvedische Heilpflanze
Du möchtest dein Gewicht reduzieren und fragst dich, wie dir Ashwagandha bein Abnehmen helfen kann?Dann bist du hier genau richtig, denn[...]

Ashwagandha bei erhöhten Blutfetten (Cholesterin, Triglyzeride)


Sind Sie besorgt über Ihre hohen Cholesterin- und/oder Triglyzerid-Werte?

Zunächst einmal sollten Sie beachten, dass Cholesterin als solches nicht schlecht ist, sondern von Ihrem Körper für zahlreiche Funktionen, z.B. zur Herstellung bestimmter Hormone, benötigt wird. Es ist auch normal, dass Ihr Cholesterinwert mit zunehmendem Alter ansteigt.

Viel bedeutender als der Gesamtwert des Cholesterin ist das Verhältnis von LDL (Low Density Lipoprotein) und HDL (High Density Lipoprotein). Es ist wichtig für Ihre Gesundheit, dass das (schlechte) LDL-Cholesterin im Vergleich zum (guten) HDL-Cholesterin nicht zu hoch ist. Denn eine solche Konstellation erhöht das Risiko für Gefäßerkrankungen, Fettleber und chronische Entzündungen.

Herkömmliche cholesterinsenkende Medikamente (Statine) unterdrücken die gesamte Produktion von Cholesterin und verursachen leider eine großen Anzahl an Nebenwirkungen.

Viel wichtiger wäre eine gesunde Ernährung in Kombination mit viel Bewegung, um Ihre Blutwerte zu verbessern.

Ashwagandha kann Ihnen - zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung – dabei helfen, Ihre Blutwerte zu normalisieren, wie die folgenden beiden Studien eindrucksvoll belegen.

In einer Studie (29) an Menschen mit mäßig erhöhten Cholesterinwerten konnte Ashwagandha (3 g pro Tag) bereits innerhalb von nur 30 Tagen die Blutwerte erheblich verbessern:

  • Das Gesamtcholesterin sank um 10%.
  • Das schlechte LDL-Cholesterin sank um 6%.
  • Das (ganz schlechte) VLDL-Cholesterin sank sogar um 15%.
  • Auch die Triglyzeride sanken um 15%.
  • Gleichzeit stieg das (gute) HDL-Cholesterin um 4,2%.

In einer weiteren Studie (30) an gesunden Menschen (mit Normalwerten) führte eine noch höhere Dosis (10 g pro Tag) in noch kürzerer Zeit – nämlich in nur 10 Tagen – zu folgenden erstaunlichen Ergebnissen:

  • Das Gesamtcholesterin sank um 9,2%.
  • Das schlechte LDL-Cholesterin sank um 14%.
  • Auch die Triglyzeride sanken um 7,5%.
  • Gleichzeit stieg das (gute) HDL-Cholesterin leicht an.
  • Darüber hinaus reduzierte sich der Körperfettanteil und die Muskelkraft stieg an.

Diese erstaunlichen cholesterinsenkenden Effekte von Ashwagandha sind nach bisherigen Erkenntnissen vor allem auf die antioxidative Wirkung der Withanolide in der Ashwagandha-Pflanze zurückzuführen.

Die optimale Dosierung liegt bei 3-6 Gramm Ashwagandha Pulver bzw. bei 600-1200 mg Ashwagandha Extrakt.

Achten Sie darauf, dass der Anteil der Withanolide bei mindestens 5% liegt.

Ashwagandha bei Diabetes Typ 2


Diabetes Typ 2 zählt zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. In Deutschland leiden aktuellen Schätzungen zufolge über 6 Millionen Menschen an der Stoffwechselkrankheit.

Da die Erkrankung meist schleichend und vorerst ohne akute Beschwerden entsteht, wird sie meist nicht sofort als solche erkannt. Dabei ist eine frühe Diagnose und Therapie besonders wichtig, um den Krankheitsverlauf möglichst früh zu stoppen. Denn ein unbehandelter Diabetes erhöht das Risiko für Herzkrauslauferkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich.

Einen Diabetes – auch im Anfangsstadium – sollten Sie also nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Was passiert beim Diabetes Typ 2?

Beim Diabetes Typ 2 kommt es zunächst zu einer Insulinresistenz der Zellen.

Was bedeutet das?

Um das zu verstehen, müssen wir kurz die Funktion von Insulin erklären.

Insulin ist ein Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, führt dies erstmal dazu, dass unser Blutzuckerspiegel (je nach Lebensmittel mehr oder weniger stark) ansteigt. Doch das Ziel des Zuckers ist nicht das Blut, sondern die Zellen. Der Zucker aus dem Blut muss also in die Zellen reintransportiert werden.

Damit dies möglich ist, wird Insulin benötigt. Das Insulin dockt an Rezeptoren der Zellen an und signalisiert den Zellen, dass sie doch bitte ihre Tore für den Zucker öffnen sollen, damit der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangen kann. Dort angelangt können die Zellen dann aus dem Zucker Energie produzieren, den Zucker also verbrennen.

Beim Diabetes Typ 2 kommt es nun zur Insulinresistenz der Zellen. Das bedeutet, dass das Insulin seine Wirkung an den Zellen nicht mehr (genügend) entfalten kann. Obwohl genügend Insulin produziert wurde, bleiben die Tore der Zellen (weitgehend) geschlossen und der Zucker kann nicht in ausreichendem Maße in die Zellen gelangen.

Dies hat zwei Folgen:

  • Der Blutzuckerspiegel bleibt länger erhöht, was direkt schädliche Wirkung vor allem auf unsere Gefäße hat.
  • Die Bauchspeicheldrüse muss viel mehr Insulin produzieren, um die gleiche Wirkung an den Zellen zu entfalten. Mit der Zeit führt dies zu einer Schwäche der Bauchspeicheldrüse, so dass diese nicht mehr genügend Insulin produzieren kann, um den erhöhten Bedarf der Zellen an Insulin auszugleichen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist man auf Medikamente zur Behandlung des Diabetes angewiesen.
Wie kann Ashwagandha helfen?

Zum einen kann Ashwagandha Ihnen bei der Gewichtsabnahme helfen. Denn Übergewicht ist Risikofaktor Nr. 1 für einen Diabetes Typ 2. Je mehr Gewicht Sie verlieren, umso mehr wird Ihr Diabetes davon profitieren.

Ashwagandha hat aber auch direkte Einflüsse auf die Stoffwechselerkrankung (27):

1. Ashwagandha erhöht die Insulinsensitivität der Zellen

Damit setzt Ashwagandha direkt an der Ursache der Krankheitsentstehung an. Eine Erhöhung der Insulinsensitivität bedeutet, dass weniger Insulin benötigt wird, um den Blutzucker zu senken. Dies entlastet die B-Zellen der Bauchspeicheldrüse und vermindert den Bedarf an Insulin, das evtl. gespritzt werden muss.

In einer Tierstudie (25) mit Ratten, die an Diabetes litten, führte die Gabe von Ashwagandha zu erniedrigten Insulin-Serum-Spiegeln, erniedrigten Blutzuckerwerten sowie erniedrigtem Langzeitblutzuckerwerten (HbA1c), was auf eine Erhöhung der Insulinsensitivität (also eine Verbesserung der Insulinresistenz) hindeutet.

Noch wichtiger: an einer ähnlichen Studie an Menschen (26) konnte durch die Einnahme von Ashwagandha eine Reduzierung des Blutzuckerspiegels um 12% nachgewiesen werden. Dies entspricht der Wirkung von blutzuckersenkenden Medikamenten.

2. Ashwagandha stärkt die Insulinproduktion

Wie oben bereits erklärt kommt es aufgrund der Insulinresistenz der Zellen mittel- bis langfristig zu einer Schwäche der Bauchspeicheldrüse, die sich darin äußert, dass nicht mehr genügend Insulin produziert werden kann. Das liegt daran, dass die sogenannten B-Zellen der Bauchspeicheldrüse, welche für die Insulinproduktion verantwortlich sind, bereits Schaden genommen haben und dadurch Funktionsverluste erlitten haben.

Wiederum an einer Tierstudie an Ratten (28) - wie sollte es auch anders sein - wurde folgendes nachgewiesen:

Ashwagandha schützt die B-Zellen der Bauchspeicheldrüse vor weiteren Schäden schützen und sogar helfen, bereits erlittene Schäden teilweise rückgängig zu machen.

Darüber hinaus hilft Ashwagandha bei den folgenden Beschwerden, die oft in Kombination mit einem Diabetes auftreten:

  • Fettleber: Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, eine Fettleber zu bekommen. Bei der Entstehung der Fettleber spielen freie Radikale eine bedeutende Rolle. Diese können die Fettschicht innerhalb der Zellwände zerstören - man nennt das auch Lipid-Peroxidation. Falls dies bei den Leberzellen geschieht, kann dies zur sogenannten Fettleber führen. Ashwagandha kann vor dem Entstehen einer Fettleber schützen, indem es die Leber vor den freien Radikalen schützt.
  • Blutfette (Triglyzeride und Cholesterin): im Rahmen des metabolischen Syndroms (Diabetes, Adiposiats, erhöhte Blutfettwerte) neigen Diabetiker auch zu erhöhten Werten von (schlechtem LDL-) Cholesterin und Triglyzeriden. In einer Studie (29), die an Diabetikern durchgeführt wurde, konnte Ashwagandha die Blutwerte der Triglyzeride um 10%, die Werte des schlechten Cholesterin sogar um 15% senken.

Die optimale Dosis von Ashwagandha liegt auch hier bei 3-6 Gramm – am besten verteilt auf drei Mahlzeiten.

Ashwagandha in Kombination mit anderen Heilpflanzen

Die Wirkung von Ashwagandha kann noch verstärkt werden, wenn es in Kombination mit anderen Heilkräutern eingenommen wird:

  • Shilajit (Mumijo)
  • Feenkraut (Eclipta alba)
  • Guduchi (Tinospora cordifolia)
  • Tulsi (Indisches Basilikum, Ocimum tenuiflorum)
  • Kutki (Picorrhiza kurroa)

Ashwagandha zum Muskelaufbau


Ashwagandha ist auch bei Kraftsportlern sehr bekannt und beliebt, denn es hilft den Sportlern dabei, gleichermaßen Muskelmasse und Muskelkraft zu erhöhen. Das hängt sicher zum einen damit zusammen, dass man durch die allgemein kräftigende Wirkung intensiver trainieren kann. Ein weiterer Grund wohl liegt in der stimulierenden Wirkung auf die Ausschüttung von Testosteron, welches ja maßgeblich bei der Regelung des Muskelwachstums beteiligt ist.

Gleichzeitig zum gesteigerten Muskelwachstum scheint Ashwagandha dabei zu helfen, den Anteil des Körperfetts zu reduzieren - ein weiterer Grund für Bodybuilder, Ashwagandha einzunehmen. 

Ashwagandha steigert Testosteron, Potenz und Libido


Viele Menschen – sowohl Männer als auch Frauen - leiden heutzutage unter einer mangelnden Libido, also einem geringen Verlangen bzw. Lust auf Sex. Bei Männern kann es zusätzlich noch zu Potenzproblemen kommen, d.h. es fällt schwierig, eine Erektion zu bekommen oder die Erektion ist nicht vollständig und/oder lässt schnell nach.

Die Ursachen für nachlassende Libido und Potenz sind vielfältig.

Viel Stress, eine „eingeschlafene“ Beziehung oder sonstige Beziehungsproblem sowie Testosteronmangel bei Männern können für die fehlende Lust auf Sex bzw. die nachlassende Ausdauer beim Sex verantwortlich sein.

Gleichzeitig stellen diese Probleme eine ernsthafte Belastung für die gemeinsame Beziehung dar. Denn gemeinsamer Sex stärkt die Bindung und das Vertrauen zwischen Mann und Frau.

Manche suchen Hilfe beim Paar- oder Sexualtherapeuten, andere wiederum vertrauen auf die wundersame Wirkung der blauen Pilla – nämlich Viagra.

Bevor man zu der chemischen Keule Viagra, die mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen daherkommt, greift, sollte man aber auf jeden Fall einmal Ashwagandha in Betracht ziehen.

Ashwagandha ist seit langem dafür bekannt, das Sexualleben zu verbessern.

Die Anwendung als Aphrodisiakum geht bis in die Zeiten des Kama Sutra zurück. Mittlerweile ist die Wirksamkeit von Ashwagandha aber auch in der modernen Wissenschaft belegt.

Hier die 5 Gründe, warum und wie Ashwagandha das Sexualleben von Männern (und Frauen) verbessert:

1. Ashwagandha reduziert Stress

Stress ist einer der häufigsten Gründe für nachlassende Libido und Potenz. Mit dem Stress steigt unter anderem auch der Blutdruck, was dazu führt, dass die ausreichende Durchblutung des Penis, die für eine gute Erektion notwendig wäre, nicht gewährleistet ist.

Ashwagandha hat jedoch die Eigenschaft, eine erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol zu verhindern und hilft somit, das Stresslevel niedrig zu halten.

2. Ashwagandha ist ein Aphrodisiakum

Ashwagandha ist seit langem als Aphrodisiakum bekannt, d.h. es stärkt die Begierde, das Verlangen und die Lust auf Sex. Ashwagandha wurde schon im Kama Sutra erwähnt und ist heute Bestandteil vieler pflanzlicher aphrodisierend-wirkender Kräutermischungen.

Mittlerweile hat man auch die Wirkweise genauer verstanden. Durch die Einnahme von Ashwagandha kommt es zu einem Anstieg von Nitritoxid, der zur Erweiterung der zu den Genitalien fließenden Blutgefäße führt.

3. Ashwagandha erhöht die Produktion von Testosteron

Ashwagandha führt nachgewiesenermaßen zu einem signifikant höherem Testosteronspiegel.

Mit zunehmendem Alter lässt die Produktion von Testosteron bei Männern natürlicherweise nach. Man sagt, im Schnitt nimmt die Produktion von Testosteron ab 30 Jahren pro Jahr um ein bis zwei Prozent ab. Das kann nicht nur zum Haarverlust und geringerer Muskelmasse, sondern auch zum Nachlassen der Leistungsfähigkeit im Bett führen.

Ashwagandha stimuliert einerseits direkt die Produktion von Testosteron, was schon allein für sich zu höheren Testosteronwerten führt. Andererseits führt es indirekt über die stressreduzierende Wirkung dazu, dass die natürliche Testosteronproduktion angekurbelt wird. Denn auch bei einem hohen Stresslevel wird die Produktion von Testosteron gedrosselt.

4. Erhöhung der Spermienanzahl

Da Ashwagandha die Libido steigert, ist es nicht besonders verwunderlich, dass auch die Spermienproduktion angekurbelt wird.

In einer Placebo-kontrollierten Studie (37) bekamen 46 Männer über einen Zeitraum von 90 Tagen dreimal täglich eine Dosis von 675 mg. Die Forscher konnten zum Ende der Studie eine Zunahme der Spermienanzahl um sage und schreibe 167% feststellen.

5. Höhere Ausdauer

Neben den anderen Faktoren, die die sexuelle Gesundheit direkt beeinflussen, ist Ashwagandha auch dafür bekannt, körperliche Ausdauerleistungen zu verbessern. Dies kommt dem Mann natürlich auch beim Sex zugute.

Ashwagandha bei Haarausfall und grauen Haaren


Haben Sie sich schon mal gewundert, warum der Haarausfall bei manchen Menschen schon ab 30 Jahren oder noch früher einsetzt, während manche 70-Jährige noch auf ihr volles Haar stolz sein können?

Sicherlich spielt hier auch die familiäre Anlagung eine gewisse Rolle. Dennoch wäre es zu einfach, alles auf die Gene zu schieben. Wie bei vielen anderen Erkrankungen oder Gesundheitsproblemen ist die eigene DNA nämlich nur eine Seite der Medallie. Auf der anderen Seite stehen die allgemeine Gesundheit, der Lebensstil, Ernährung oder das Stresslevel des jeweiliigen Menschen.

Gerade Haarausfall, aber auch graue Haare, sind sehr häufig durch Stress in Kombination mit anderen hormonellen Ungleichgewichten bedingt - beides Faktoren, bei denen Ashawagandha helfen kann. Denn Ashwagandha führt zu einer geringeren Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und hilft auch bei der Normalisierung anderer Hormone wie Schilddrüsenhormone oder Sexualhormone. Damit wirkt Ashwagandha indirekt auch gegen Haarausfall und gegen graue Haare.

Darüber hinaus hat Ashwagandha aber auch direkte Auswirkungen auf Ihre Haare.

Die positive Wirkung gegen Haarverlust lässt sich folgendermaßen erklären (16):

  • es stärkt die Haarwurzeln
  • es verbessert den Halt der Haare in der Kopfhaut

Der Schutz vor grauen Haaren ist dagegen auf die folgenden beiden Wirkungen zurückzuführen:

  • Ashwagandha hilft, freie Radikale abzufangen, die bei der Ergrauung von Haaren eine Rolle spielen (17)
  • es erhöht die Konzentration des Farbstoffs Melanin, der für die Farbe von Haut und Haare mitverantwortlich ist.

Ashwaganda bei Krebs


Krebs gehört gleich nach den Herz-Kreislauferkrankungen zur Todesursache Nr. 2

Eine gesunde Zelle hat nur eine beschränkte "Lebenszeit". Der Tod jeder gesunden Zelle folgt in unser Körper einem bestimmten Ablauf, den man Apoptose nennt, der sogenannte programmierte Zelltod. Ein Problem bei Krebs ist, dass sich die bösartigen Tumorzellen nicht nur stärker vermehren als gesunde Zellen, sondern auch nicht mehr den Regeln dieser Apoptose gehorchen. Das ist natürlich problematisch, denn man möchte ja bei der Krebsbehandlung erreichen, dass möglichst viele dieser entarteten Zellen absterben.

Ashwagandha hilft bei der Bekämpfung von Krebs auf zwei unterschiedliche Arten (7):

  1. Es behindert das Wachstum von Krebszellen.
  2. Es hilft, die Apoptose, also den programmierten Zelltod, bei Krebszellen einzuleiten, so dass diese schließlich absterben.

In einigen Tierstudien konnte die ünterstützende Wirkung der Krebstherapie u.a. bei Brustkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs, Hirntumoren sowie Eierstockkrebs nachgewiesen werden (8, 9, 10, 11, 12).

Ashwagandha – welche Wirkung es bei Frauen hat
Ashwagandha ist eine Heilpflanze, die seit Jahrhunderten in der Ayurvedischen Kräuterheilkunde eingesetzt wird.Ashwagandha ist sehr bekannt für seine adaptogene Wirkung,[...]

Ashwagandha Studien


Ashwagandha Quellen und Studien